Der Konstanzer Troll wird geboren

Sechs Konstanzer stellen das kleine Wesen dem maskenschnitzer Werner Schlotter vor und dieser Schuf aus grob geschnitzten Lindenholz ein naturgetreues Ebenbild des heimkehrenden badischen Trolls.


Es wird berichtet, da├č fr├╝her, als es in Konstanz noch mehr Waldfl├Ąchen gab, kleine aufgeweckte Gestalten ihr Unwesen trieben und f├╝r viel Spa├č im Wald und auch im Dorf sorgten. Es waren kleine Trolle, die eigentlich ganz nett sein konnten und besonders die Gesellschaft von kleinen Kindern mochten. Ihnen waren sie gleichwertige Spielkameraden. Mit ihrem Wuschelkopf und ihren buschigen Schw├Ąnzen sorgten sie ├╝berall f├╝r Aufsehen. Doch wehe man ├Ąrgerte sie, dann konnten diese kleinen liebevollen Wesen sehr grimmig und b├Âse werden, so dass sie sogar den Menschen b├Âse Streiche spielten.

In der Zeit als Konstanz gr├Â├čer und gr├Â├čer wurde und der Lebensraum der Trolle immer mehr schrumpfte, haben sie sich aus dem Badenerland zur├╝ckgezogen. Der Sage nach haben sie einen weiten Weg zur├╝ckgelegt und sind in ihre eigentliche Heimat nach Norwegen gewandert. Dort gab es gen├╝gend Waldfl├Ąchen, um dort anzusiedeln und zu ├╝berleben.

Zwei Konstanzer haben dann vor Jahren wieder mal einen Urenkel des badischen Trolls dort getroffen und sofort sein Zutrauen gewonnen. Sie ├╝berredeten ihn, mit ihnen wieder an den Bodensee zu kommen. Nach einigem ├ťberlegen stimmte er zu, schlie├člich war es ja auch mal sein Zuhause. Im Fr├╝hjahr 1997 war es dann soweit.